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22.04

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Der Tiroler Höhenweg

2. Etappe
Tourdaten
Länge:
13,5 km
h.m. :
650 hm
h.m. :
1730 hm

Landshuter Europahütte/Rif. Venna alla Gerla (2693 m) - Brennerpass/Brennero (1370 m) - Sattelbergalm (1637 m)

Nach einer wahrlich "europäischen" Übernachtung auf der Landshuter Europahütte (die Landesgrenze geht mitten durch den Gastraum!) führt unser Weg auf den Wolfendorn, einen der schönsten Aussichtgipfel unter den Brennerbergen. Vom Wolfendorn steigen wir ab zum Brennerpass.
Nach bereits zwei Tagen in der Stille erreichen wir den quirligen und lauten Pass. Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder wir queren den Pass so schnell als möglich und versuchen, wieder die Ruhe des steilen Waldes zu erreichen. Oder - anspruchsvoller und interessanter - wir lassen uns auf das "Phänomen Brenner" ein: das Auf und Nieder eines uralten Verkehrs- und Handelsweges, eines Alpenübergangs von großer geopolitischer Bedeutung, der langsam zu sterben scheint - aber immer noch lebt. Seine Geschichte, seine Bauten und die Menschen, die dort leben und arbeiten sind es wert, sie kennen zu lernen.

Brenner

Einwohner:
2144
Post Adresse:
I-39041
Information:
Tourismusverein Gossensass
Bahnverkehr:
Brenner
Autobus:
Busverbindungen: nach Innsbruck und Sterzing - Brixen - Bozen

Der Brennerpass bildet mit 1370 Metern Seehöhe den tiefsten Einschnitt des Alpenhauptkammes zwischen den Stubaier- und Zillertaler Alpen. Er verbindet als knapp einen Kilometer schmale Furche das Südtiroler mit dem Nordtiroler Wipptal. Dadurch ist er die wichtigste Verbindung zwischen dem Nord- und Südtiroler Raum.
Aufgrund dieser begünstigten Lage wurde der Brennerpass schon sehr früh als idealer Verbindungsweg über die Alpen erkannt und ausgebaut. Bereits zur Römerzeit wurde dieser Handelsweg benutzt. Die Römerstraße von Hall über Patsch, Schönberg, Steinach, Gries über den Brenner nach Sterzing und Bozen erlangte mit dem Salzhandel Berühmtheit. Noch heute findet man Hinweise auf den regen Verkehr, wie zum Beispiel den Römerstein bei der Stephansbrücke.

Zur italienischen Gemeinde Brenner gehören die Fraktionen Brenner, Pflersch, Gossensaß, Brennerbad, Pontigl und Giggelberg. Von den früheren Bauernhöfen, die sich um die St.-Valentins-Kirche gruppierten, ist nichts mehr zu sehen.

Der Name "Brenner" wird von einem im Jahre 1280 urkundlich belegbaren Hofbesitzer Prennarius abgeleitet. Um 1400 befand sich auf dem Pass eine Herberge, im 16. Jahrhundert wurde eine Poststation errichtet, woran heute noch der Gasthof Post erinnert. Das etwa vier Kilometer entfernte Brennerbad wurde von 1400 bis 1600 seiner eisenhaltigen Quellen wegen gern aufgesucht. Um 1605 dienten zwei Badehäuser dem stark frequentierten Badeverkehr.

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Sehenswert im Ort und in der Umgebung

Pfarrkirche zum Hl. Valentin

Die alte Pfarrkirche zum hl. Valentin, 1449 erbaut, umgebaut im 17. Jahrhundert, wurde im Jahre 1790 vergrößert.

Pfarrkirche Maria am Wege

Die neue Pfarrkirche Maria am Wege wurde im Jahr 1962 fertiggestellt.

Goethe-Gedenktafel

Die Goethe-Gedenktafel am Gasthof Post mit italienisch gehaltenen Vornamen Goethes und einem in politischem Sinn ausgelegten Ausspruch Goethes über den Brennerpass.

Bahnhofsgelände

Im Bahnhofsgelände das Denkmal des Ingenieurs Karl von Etzel, dem Erbauer der Brennerbahn.



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