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Der Tiroler Höhenweg

6. Etappe
Tourdaten
Länge:
11 km
h.m. :
1270 hm
h.m. :
1140 hm

Innerpflersch/St. Anton (1246 m) - Maiern im Ridnauntal (1370 m)

Die sechste Etappe des Tiroler Höhenweges führt uns ins Ridnauntal. Es ist für uns in zweierlei Hinsicht interessant: Mit Maiern erreichen wir das Zentrum des Bergbaus, der über Jahrhunderte die Region prägte. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde der Abbau von früher Silber-, zuletzt Bleierzen endgültig eingestellt. Die faszinierende Bergwerksgeschichte wird uns auch bei der nächsten Etappe des Weges begleiten. Mittlerweile liebevoll restaurierte Anlagen eröffnen einen eindrucksvollen Einblick in das "silberne Zeitalter" des Sterzinger Raums. In eine Zeit, die geprägt war von unglaublich harter Arbeit bis in fast 3000 Meter Meereshöhe und die auch geprägt war vom großem Reichtum, der sogar die Augsburger Bankiersfamilie Fugger auf den Plan rief.

Interessant ist das Ridnauntal auch wegen der Nähe zu Sterzing, das - obwohl nicht direkt am Wegverlauf liegend - viele Etappen des Tiroler Höhenwegs prägt und als dessen zentraler Ort gelten kann.

Ratschings

Einwohner:
4370
Post Adresse:
I-39040
Information:
Tourismusverein Ratschings
Bahnverkehr:
Sterzing (6 km)
Autobus:
Linienbusverkehr mit Maiern im Ridnauntal und Sterzing und auf den Jaufenpass

In der Gemeinde Ratschings sind die Ortschaften des Ridnaun-, Ratschings- und Jaufentales zusammengefasst. Gemeindesitz ist Stange im Ridnauntal am Eingang des Ratschingstales. Bei dem östlich von Stange liegenden Weiler Gasteig mündet das Jaufental, das zu den beeindruckendsten Hochtälern um Sterzing gehört. Der Hauptort dieses Tales ist Mittertal, sehr einsam hingegen liegt die höchste Siedlung Schluppes, 1475 m, mit seinen schon im 13. Jahrhundert besiedelten Berghöfen. Von Gasteig winden sich die Kehren der Jaufenstraße zum gleichnamigen Pass, 2094 m.
Jahrhunderte führte die einzige Verbindung von Meran durch das Passeiertal über den Jaufenpass nach Nordtirol. Dieser "Urweg über den Jaufen" ist bis heute noch teilweise erhalten. Historischer Rastplatz an der Jaufenstraße ist Kalch, 1443 m (1809 Hauptquartier Andreas Hofers). Schon im 13. Jahrhundert gab es am Jaufenpass ein Hospiz als Notunterkunft. Heute gibt es mehrere Hotels und ein Berggasthaus.

Das Ratschingstal
Das Ratschingstal zieht von Stange nach Südwesten in die südlichsten Stubaier Alpen hinein. Seine Ortschaften sind in den Fraktionen Außer- und Innerratschings zusammengefasst. Das Tal ist von romantischer Schönheit. An seinem Zugang liegt die berühmte Gilfenklamm tief in reinweißem Marmor eingeschnitten. Der hauptsächlich beim Weiler Pardaun gebrochene "Ratschingser Marmor" wurde zum Bau der Innsbrucker Hofkirche und der Triumphpforte, sowie für das Schloss Schönbrunn und die Denkmäler der großen Musiker in Wien verwendet.

Ridnauntal
Das bedeutendste der drei Täler, die die Gemeinde Ratschings bilden, ist das Ridnauntal. An seiner Pforte liegt malerisch Thuins. Benachbart ist Telfes am Südhang des Rosskopfes. Hauptort des Tales ist Stange; Mareit ist die älteste Gemeinde des Tales. Der Ort verdankt seine Entwicklung vor allem dem früheren Verkehr über den Jaufenpass und dem ehemaligen Erzabbau am benachbarten Schneeberg.

 Details

Sterzing

Einwohner:
6420
Post Adresse:
I-39049
Information:
Tourismusverein Sterzing
Bahnverkehr:
Sterzing
Autobus:
Linienbusverkehr mit Maiern im Ridnauntal, mit dem Passeiertal über den Jaufenpass, Innsbruck und Brixen

Das Städtchen Sterzing zählt seiner Bauart nach zu den Sehenswürdigkeiten mittelalterlicher wie spätgotischer Baukunst im süddeutschen Siedlungsbereich. Die Lage der Stadt am Schnittpunkt von Tälern, über die der Verkehr zum und vom Brenner und in das Eisack- und Etschtal lief, hat dazu beigetragen, den Wohlstand ihrer Bürger durch lange Zeit zu fördern. Von diesem Wohlstand zeugen auch heute noch die Kunstdenkmäler und zahlreichen Patrizierhäuser vor allem in der sogenannten Neustadt. In den Raum von Sterzing mündet das obere Eisack-, das Pfitscher- und Ridnauntal.

Besonders die Silber- und Bleibergwerke des Schneeberggebietes im innersten Ridnauntal begründeten den Wohlstand der Stadt während des 15. und 16. Jahrhunderts. Im 20. Jahrhundert gewann Sterzing vor allem durch den Ausbau des Straßennetzes vom Brenner her und über den Jaufenpass und das Penser Joch Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt.
Südlich von Sterzing dehnt sich das Sterzinger Moos aus, ein durch Sagen und Legenden bekanntes ehemaliges Sumpfgebiet. Es ist längst trockengelegt und bietet als weite Ebene einen wohltuenden Kontrast zur Arena der Stubaier und den Vorbergen der Zillertaler und Sarntaler Alpen. Unmittelbar über der Stadt, im Nordwesten derselben, steigt deren "Hausberg", der Rosskopf, 2189 m, auf. Seine weiten Wandergebiete und sein ausgedehntes Skigelände haben dazu beigetragen, dass Sterzing auch zu einem Mittelpunkt des Tourismus wurde.

 Details


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