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Der Tiroler Höhenweg

6. Etappe
Tourdaten
Länge:
11 km
h.m. :
1270 hm
h.m. :
1140 hm

Innerpflersch/St. Anton (1246 m) - Maiern im Ridnauntal (1370 m)

Die sechste Etappe des Tiroler Höhenweges führt uns ins Ridnauntal. Es ist für uns in zweierlei Hinsicht interessant: Mit Maiern erreichen wir das Zentrum des Bergbaus, der über Jahrhunderte die Region prägte. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde der Abbau von früher Silber-, zuletzt Bleierzen endgültig eingestellt. Die faszinierende Bergwerksgeschichte wird uns auch bei der nächsten Etappe des Weges begleiten. Mittlerweile liebevoll restaurierte Anlagen eröffnen einen eindrucksvollen Einblick in das "silberne Zeitalter" des Sterzinger Raums. In eine Zeit, die geprägt war von unglaublich harter Arbeit bis in fast 3000 Meter Meereshöhe und die auch geprägt war vom großem Reichtum, der sogar die Augsburger Bankiersfamilie Fugger auf den Plan rief.

Interessant ist das Ridnauntal auch wegen der Nähe zu Sterzing, das - obwohl nicht direkt am Wegverlauf liegend - viele Etappen des Tiroler Höhenwegs prägt und als dessen zentraler Ort gelten kann.

Sterzing

Einwohner:
6420
Post Adresse:
I-39049
Information:
Tourismusverein Sterzing
Bahnverkehr:
Sterzing
Autobus:
Linienbusverkehr mit Maiern im Ridnauntal, mit dem Passeiertal über den Jaufenpass, Innsbruck und Brixen

Das Städtchen Sterzing zählt seiner Bauart nach zu den Sehenswürdigkeiten mittelalterlicher wie spätgotischer Baukunst im süddeutschen Siedlungsbereich. Die Lage der Stadt am Schnittpunkt von Tälern, über die der Verkehr zum und vom Brenner und in das Eisack- und Etschtal lief, hat dazu beigetragen, den Wohlstand ihrer Bürger durch lange Zeit zu fördern. Von diesem Wohlstand zeugen auch heute noch die Kunstdenkmäler und zahlreichen Patrizierhäuser vor allem in der sogenannten Neustadt. In den Raum von Sterzing mündet das obere Eisack-, das Pfitscher- und Ridnauntal.

Besonders die Silber- und Bleibergwerke des Schneeberggebietes im innersten Ridnauntal begründeten den Wohlstand der Stadt während des 15. und 16. Jahrhunderts. Im 20. Jahrhundert gewann Sterzing vor allem durch den Ausbau des Straßennetzes vom Brenner her und über den Jaufenpass und das Penser Joch Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt.
Südlich von Sterzing dehnt sich das Sterzinger Moos aus, ein durch Sagen und Legenden bekanntes ehemaliges Sumpfgebiet. Es ist längst trockengelegt und bietet als weite Ebene einen wohltuenden Kontrast zur Arena der Stubaier und den Vorbergen der Zillertaler und Sarntaler Alpen. Unmittelbar über der Stadt, im Nordwesten derselben, steigt deren "Hausberg", der Rosskopf, 2189 m, auf. Seine weiten Wandergebiete und sein ausgedehntes Skigelände haben dazu beigetragen, dass Sterzing auch zu einem Mittelpunkt des Tourismus wurde.

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Sehenswert im Ort und in der Umgebung

Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau im Moos

Die Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau im Moos, eine der größten Kirchen Tirols, aus dem Kirchlein "St. Maria in Wibetin" 1233 entstanden, 1417 bis 1451 (Chor) und 1497 bis 1524 Langhaus neu erbaut, mit römischem Grabstein, ehemalige Bergknappenkirche; in den Nischen noch fünf Figuren des berühmten Hochaltars (Mitte 15. Jahrhundert) von Hans Multscher (Er zählte zu den bedeutendsten Repräsentanten der Ulmer Spätgotik.); Apostelbüsten des Meisters Hans Harder, Sandsteinrelief an einem Seitenaltar von Mathias Stöberl.

St. Peter- und Paulskirche

Die St. Peter- und Paulskirche, 1474 errichtet, 1744 erneuert, gotische Tore, Barockaltar, kelchförmiger Weihwasserstein aus Marmor (15. Jahrhundert), am Seitenportal stark beschädigtes Fresko, Friedrich Pacher zugeschrieben.

Rathaus

Das spätgotische Rathaus (1468 bis 1525), eines der schönsten Rathäuser Tirols, vom Hofbaumeister Jörg Kölderer entworfen. Ein Erker trägt die Wappen von Österreich, Tirol, Sterzing und Freundsberg (1524). Berühmter Rathaussaal mit Frührenaissancegetäfel mit Lusterweibchen der Lucretia, eine Augsburger Arbeit.

Ansitz Jöchlsthurn

Der spätgotische Ansitz Jöchlsthurn, benannt nach der reichen Gewerkenfamilie Jöchl; seit dem 18. Jahrhundert im Besitz der Grafen Enzenberg. Im Saal des zweiten Stockwerkes eine geschnitzte gotische Holzdecke, eine der schönsten ihrer Art. In diesem alten Berggerichtssitz ist das Südtiroler Landesbergbaumuseum beherbergt. Die Geschichte des alpenländischen Bergbaus mit Münzen- und Mineraliensammlungen wird gezeigt. Mit diesem Museum in Zusammenhang seien auch die Außenstellen in Maiern/Ridnaun und die Knappensiedlung St. Martin am Schneeberg erwähnt.

Deutschordenshaus

Das Deutschordenshaus, ein altes Hospiz an der Brennerstraße, gehörte von 1254 bis 1813 dem Deutschen Ritterorden; sehenswerte Grafenzimmer mit kulturhistorisch wertvollen Darstellungen aus der Stadtgeschichte, Zunftzeichen und Geschichte der Deutschordensritter sind zu besichtigen. Darin ist nun das Multscher Museum und das Stadtmuseum untergebracht. Teile des spätgotischen Multscher Altares (Der Flügelaltar wurde von Mussolini im Jahr 1940 Hermann Göring zum Geschenk gemacht, jedoch 1959 an Sterzing zurückgegeben. Einige Figuren dieses Altars sind noch in der Pfarrkirche von Sterzing.), historische Landkarten und Stadtansichten, Urkunden und Zeugnisse sind zu bewundern. Die dazugehörige barocke Elisabethkirche mit einem Deckengemälde vom Augsburger Meister Matthäus Günther und Stuckaturen von Feuchtmayr.

Zwölferturm

Der 1469 bis 1473 erbaute Zwölfer- oder Stadtturm, unter Herzog Sigmund dem Münzreichen im Jahr 1469 begonnen, bildet das Nordende der Neustadt und ist heute das Wahrzeichen der Stadt. Seinen Steinhelm mit Staffelgiebel erhielt er nach einem Brand im Jahre 1867.

Nepomuk-Denkmal

Das Nepomuk-Denkmal (dem Schutzpatron gegen die häufigen Überschwemmungen geweiht).

Schloss Moos

Schloss Reifenstein

Schloss Reifenstein über Elzenbaum, eine der landschaftlich wirkungsvollsten Tiroler Burgen, noch heute als echte Ritterburg eingerichtet, erste Erwähnung um 1140, Bauerweiterung um 1500 (wertvolle Kunstschätze, gotische Stube, "grüner Saal", Brunnenhof, Fallgitter, Halsgraben, Landsknechtskammern und Landsknechtsküche, Verließ, Folterkammer), im Besitz der Familie Thurn und Taxis.

Schloss Sprechenstein

Schloss Sprechenstein, vorgeschichtlich besiedelt, Rundturm 1241 erwähnt, Palas 1511 (Erasmuskapelle, restauriert, Fresken von 1515, Wohnraum mit Wandmalereien, 14. Jahrhundert) Besitz der Familie Fürst Auersperg.

Anwesen Zantturm und Senftenburg in Elzenbaum

Thumburg

zinnenbewehrter Wohnturm, im Innern Getäfel



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