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Der Tiroler Höhenweg

9. Etappe
Tourdaten
Länge:
16,6 km
h.m. :
1800 hm
h.m. :
650 hm
Dauer:
7 h

Gasthaus Hochfirst (1763 m) - Zwickauer Hütte (Planfernerhütte) (2979 m)

Im nördlichen Wegabschnitt (Seeber Tal) zwischen Hochfirst und Rauhjoch führt der Weg an der Seeber Alm vorbei über malerische Almweiden (westlich vom Rauhjoch am Osthang des Großen Horns findet man überdurchschnittlich große Granate); der mittlere Wegabschnitt (Pfelderer Tal) zwischen dem Rauhjoch und dem Sandfeld als tiefster Stelle bietet eine herrliche Rundsicht und ist recht gut ausgebaut, aber mancherorts sehr ausgesetzt (teilweise gesichert), außerdem trifft man bis in den Hochsommer hinein mehrere hartgefrorene steile Schneefelder an (Pickel und Steigeisen!).

In diesem Wegabschnitt trifft man nach knapp 2 Dritteln des Gesamtweges auf das Biwak „Josef Pixner“ mit 12 Schlafplätzen; der südwestliche Wegabschnitt zwischen dem Sandfeld und der Zwickauer Hütte ist zwar steil, aber gut ausgebaut.

Moos in Passeier

Einwohner:
2200
Post Adresse:
I-39013
Information:
Tourismusverein Passeiertal
Bahnverkehr:
Meran (27 km)
Autobus:
Linienbusverkehr mit Meran, St. Leonhard in Passeier und Sterzing

Moos ist ein hübsches Bergdorf an der Timmelsjochstraße (Verbindung mit dem Ötztal, Grenze, nur im Sommer geöffnet, Mautstraße) mit teils sehr alten Bauernhöfen. Zu Moos gehören die Weiler Platt, Pfelders, Ulfas, Stuls und Rabenstein. Die durch die wilden Felsdurchbrüche der Passer sehr romantisch wirkende Landschaft vermittelt zahlreiche überraschende Eindrücke.

Moos ist nicht nur eine durch ihr gesundes Klima begünstigte Sommerfrische, hier treffen sich auch viele Bergfreunde, die durch das Pfelderer Tal zu den Eisriesen der Ötztaler Alpen empor wandern, oder den alten Saumweg von Saltnuss zum früheren Silberbergwerk Schneeberg einschlagen.

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Sehenswert im Ort und in der Umgebung

Schneeberg (2.355 m)

Seinerzeit höchstgelegenes Bergwerk Europas (2000 m bis 2500 m), heute Schaubergwerk mit Museum und geführten Stollenfahrten und geräumige, gänzlich renovierte Schutzhütte mit 100 Sitz- und Schlafplätzen. Inhaber der gesamten Anlage ist das Südtiroler Bergbaumuseum. Die erste Erwähnung des Bergbaues am Schneeberg stammt aus dem Jahre 1237, als eine Ladung Schwerter in Bozen mit gutem Schneeberger Silber („argen-tum bonum de Sneberch“) bezahlt wurde. Abgebaut wurde anfänglich Silberglanz, ab dem 15. Jahrhundert Bleiglanz und seit Ende des 19. Jahrhunderts Zinkblende. Vom Schneeberg sind über 70 verschiedene Mineralien bekannt, eines sogar unter dem Namen „Schneebergit“ (Fe Ti O3). Auf der seinerzeit wohl längsten Übertage-Erzförderanlage der Welt wurde das Erz abwechselnd über flache Pferdestrecken und steile Wassertonnenaufzüge (Bremsberge) ins Nachbartal nach Maiern im Ridnauntal befördert, wo es aufbereitet wurde. Vom Schneeberg sind mehr als 70 Stollen und Schächte mit einer Gesamtlänge von weit über 100 km bekannt. Bei ganztägigen Führungen wird ein 6 km langer Stollen „befahren“: der erste Teil, der im Jahre 1660 aufgeschlagene Karlstollen und die Sohle 2060 zu Fuß und die restlichen 3,5 km durch den aus dem Jahre 1967 stammenden Poschhausstollen mit der Grubenbahn. Die täglich am Schneeberg stattfindende zweistündige Führung führt durch das Bergbaugelände (mit kurzem Stollenbesuch) und endet im Museumsschauraum, wo die Besucher eigenhändig eine Silbermünze schlagen können. Die Schutzhütte bleibt von Mitte Juni bis Mitte Oktober geöffnet (www.schneeberg.org).

Wassertonnenaufzug

Steile, geradlinige Geleiseanlage, über die das Erz oder anderes Material (im hochfahrenden Wagen) mittels Wasser als Gegengewicht (in einer Tonne auf dem abwärtsfahrenden Wagen) hochgezogen wurde. Die zwei Wagen waren über eine von einem Bremser bediente Scheibe mit einem Drahtseil verbunden. Auf dem Schneeberg gab es zwei Wassertonnenaufzüge, auch Bremsberge genannt: den Seemooser Wassertonnenaufzug und den Vierzehn-Nothelfer-Wassertonnenaufzug. Das Wasser wurde vom aufgestauten Kleinen Schwarzsee hergeleitet. Zwischen den Bremsbergen gab es Pferdebahnstrecken (Flachstrecken) mit ganz leichtem Gefälle, so dass ein Pferd eine größere Anzahl von erzbeladenen Wagen (auf Schienen) mühelos ziehen konnte. Eine Pferdebahnstrecke führte durch den 730 m langen Kaindlstollen ins benachbarte Lazzacher Tal. Dort gab es bis Maiern hinunter weitere Flachstrecken und Bremsberge. Hier wurde das Erz „hinuntergebremst“, im Gegenzug kamen Grubenholz, Werkzeug, Verpflegung und anderes Material nach oben. Die seinerzeit wahrscheinlich längste Übertage-Erzförderanlage der Welt auf Schienen war 27 km lang und reichte von Seemoos am Schneeberg bis Sterzing.



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